Newsletter der Cannabiswirtschaft
Themenübersicht:

Meldung der Woche

Bundesregierung: Erweiterte Kriterien für Evaluation
58 Forschungsprojekte beim BLE beantragt, erste Entscheidungen im dritten Quartal 2025 erwartet 

01.08.2025 | Die Bundesregierung hat die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD vereinbarte Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) in das bereits laufende Projekt EKOCAN unter Leitung des UKE integriert, so heißt es aus einer Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion um Linda Heitmann. Neben Konsumverhalten, gesundheitlichen Folgen und Auswirkungen auf Straßenverkehr, Kriminalität und Justiz würden zusätzliche Kriterien wie Gesundheits- sowie Kinder- und Jugendschutz erhoben, so berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Geplant seien unter anderem Analysen zu Prävalenzen psychischer Erkrankungen, Dunkelfeldkriminalität und der Entlastung von Polizei und Justiz. Der Zwischenbericht solle am 1. Oktober 2025 vorliegen. In den wissenschaftlichen Fachbeirat seien Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und Fachverbänden eingebunden.

Bislang lägen 58 Anträge für Forschungsprojekte nach § 2 Abs. 4 KCanG vor, bei 32 davon handle es sich um sogenannte Modellprojekte. Mit den ersten Entscheidungen über Anträge durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sei im dritten Quartal 2025 zu rechnen.

Zitat der Woche

Müller: Apotheken entlasten und staatlich lizenzierte Fachgeschäft einsetzen

Und richtig finde ich auch, dass Cannabis in großem Maße mit gewöhnlichem Rezept über Telemedizin in Apotheken erhältlich ist. Denn wo sonst als in einer Apotheke ist sichergestellt, dass man qualitativ einwandfreies Marihuana bekommt? Dass die Bundesgesundheitsministerin jetzt vorgeprescht ist und hier das Rad wieder zurückdrehen will, ist verkehrt. Nur der Schwarzmarkt freut sich über Frau Warkens Pläne. Wenn sie die Apotheken künftig entlasten will, soll sie sich für staatlich lizenzierte Fachgeschäfte einsetzen, in denen Cannabis abgegeben werden kann.“

Ehemaliger Jugendrichter Andreas Müller im LTO-Interview über den rechtlichen Status Quo.anwaltschaft Regensburg – Zweigstelle Straubing, in einem LTO-Gastbeitrag über das CanG.

Umfrage der Woche

Wenn ein Start-Up noch keine Gewinne erwirtschaftet, welche Jahresgehälter (Arbeitnehmerbrutto) sind Ihrer Meinung nach für vollzeitarbeitende (ca. 40 h / Woche) Geschäftsführer im Durchschnitt angemessen?
Die Beantwortung der Frage dauert wenige Sekunden und hilft uns ein nicht repräsentatives Meinungsbild zu erstellen. Die Teilnahme erfolgt anonym. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die an der Beantwortung teilnehmen. Das Ergebnis veröffentlichen wir im nächsten Newsletter.

Ergebnis der Woche

Große Spannbreite bei Vorstellungen zu angemessenen Gehältern

In unserer nicht repräsentativen Umfrage vom 05.08 bis zum 12.08.2025  fragten wir: „Wenn ein Start-Up noch keine Gewinne erwirtschaftet, welche Jahresgehälter (Arbeitnehmerbrutto) sind Ihrer Meinung nach für vollzeitarbeitende (ca. 40 h / Woche) Angestellte im Durchschnitt angemessen?“ – unterschieden nach vier Szenarien:
  • Akademiker, Berufsanfänger
  • Akademiker, langjährige Berufserfahrung
  • Mit abgeschlossener Berufsausbildung, Berufsanfänger
  • Mit abgeschlossener Berufsausbildung, langjährige Berufserfahrung

Für Akademiker im Berufseinstieg wurden Beträge von 30.000 bis 55.000 Euro genannt, der Median war  40.000 Euro, das arithmetische Mittel 43.415 €.
Bei langjähriger Berufserfahrung lagen die Angaben meist zwischen 55.000 und 75.000 Euro, der Median war 65.000 und das arithmetische Mittel 65.525 Euro. 

Für Berufsanfänger mit abgeschlossener Berufsausbildung wurden zumeist 30.000 bis 50.000 Euro als angemessen genannt (Median: 35.000 Euro, arithmetische Mittel: 40.911 Euro), während bei langjähriger Erfahrung meist Beträge on 40.000 bis 75.000 Euro angegeben wurden (Median: 50.400 Euro, arithmetisches Mittel: 57.627 Euro).

Die Antworten zeigen deutliche Unterschiede nach Qualifikation und Berufserfahrung, verbunden mit einer breiten Streuung innerhalb der Gruppen.

Zahl der Woche

Cannabis-Importe erreichen mit 43,3 Tonnen neuen Höchststand im zweiten Quartal

06.08.2025 | Nach aktuellen BfArM-Daten stiegen die Importe von Cannabis zu medizinischen und wissenschaftlichen Zwecken im zweiten Quartal 2025 auf 43,3 Tonnen – ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordwert aus dem Vorquartal, so berichtet KrautInvest. Im ersten Halbjahr hätten sich die Einfuhren auf 80,8 Tonnen summiert, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Vervierfachung entspreche. Das Bundesministerium für Gesundheit werte die stark steigenden Importmengen bei nur moderatem Zuwachs der GKV-Verordnungen als Hinweis auf Missbrauch durch Freizeitkonsumenten, was mehrere Branchenakteure zurückwiesen. Cantourage verweise auf höhere Patientenanteile in anderen Ländern, der DHV kritisiere die fehlende Verschreibungsbereitschaft vieler Ärzte, und der BPC fordere eine differenzierte Analyse statt pauschaler Schlüsse. Die Bundesärztekammer und der Paritätische unterstützten hingegen den Missbrauchsverdacht des Ministeriums. Wie viel der importierten Ware tatsächlich in deutschen Apotheken abgegeben werde, sei unklar. Vor der Reklassifizierung habe der Anteil bei rund 60 Prozent gelegen.

Unternehmen der Woche

Dimoco bietet Zahlungsdienstleistungen für Cannabisunternehmen

Während Cannabisunternehmen oft als "hochrisiko"-Kunden eingestuft werden und Schwierigkeiten mit großen Zahlungsdienstleistern haben, bietet der österreichische Zahlungsdienstleister Dimoco auch für Unternehmen der Cannabiswirtschaft sowohl die Möglichkeit der Abwicklung von Kreditkartenzahlungen als auch Pay-by-Bank-Lösungen (als Pendant zu Klarna) an. Dimoco ist Mitglied im BvCW und erlässt anderen Verbandsmitgliedern sowohl die einmalige Setup-Gebühr (500€) als auch die monatliche Mindestgebühr (150€). Bei Interesse wenden Sie sich an Herrn Adem San.

Studie der Woche

Medizinal-Cannabis verbessert Lebensqualität und reduziert Opioidkonsum bei Patienten mit Suchterkrankungen

07.08.2025 | Eine Beobachtungsstudie aus Großbritannien zeigt, dass medizinisches Cannabis bei Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen zu besserem Schlaf, weniger Angstzuständen und einer Reduktion des Opioidkonsums führt, so berichtet NORML. Die Auswertung von Daten aus dem UK Medical Cannabis Registry ergab über sechs Monate Verbesserungen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und eine signifikante Senkung der oralen Morphin-Äquivalente bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer mit Opioidabhängigkeit. Schwere Nebenwirkungen traten nicht auf.

Die Autoren sehen Potenzial für Cannabis-basierte Arzneimittel als Unterstützung bei der Erhaltungstherapie und beim schrittweisen Absetzen von Opioiden, insbesondere wegen der positiven Effekte auf Angst- und Schlafstörungen, die oft mit Entzugserscheinungen einhergehen. Langfristige Daten würden helfen, die Wirksamkeit weiter zu bestätigen.

Frühere Umfragen hatten bereits gezeigt, dass viele Patienten mit Opioid-Erhaltungstherapie Cannabis zur Linderung von Entzugssymptomen nutzen. Weitere Studien aus dem UK Medical Cannabis Registry weisen auf positive Effekte von medizinischem Cannabis bei verschiedenen Erkrankungen wie therapieresistenter Epilepsie, Krebs-Schmerzen und Multipler Sklerose hin.

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CB EXPO: Die europäische Cannabisbranche trifft sich in Dortmund

Das Programm der CB Conference 2025 ist online! Die wichtigsten Themen – die Evaluation des CanG und die Reform des MedCanG – stehen im Fokus. Wir beleuchten die Herausforderungen der internationalen Regulierung, bieten exklusive Workshops für Anbauvereinigungen und spannende Diskussionen in den Medical Sessions.

Tickets mit dem Code cbexpo2025BvCW und Infos gibt’s hier.

Weitere Meldungen

Medizinalcannabis 

Weitere Kritik an geplanter Medizinalcannabis-Einschränkung der Bundesregierung

08.08.2025 | Die geplante Gesetzesänderung zur strengeren Regulierung der Verschreibung von medizinischem Cannabis stößt in der Branche weiter auf scharfe Kritik, so berichtet das Handelsblatt. Vorgesehen ist, dass Cannabisblüten nur noch nach persönlichem Arztgespräch verordnet und der Versandhandel verboten wird. Branchenvertreter wie Patrick Hoffmann (Cantourage) und Adrian Fischer (Demecan) würden vor einem Markteinbruch von bis zu 60 Prozent mit negativen Folgen für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen warnen. Die Branche habe seit der Teillegalisierung 2024 vor allem vom Ausbau telemedizinischer Verordnungen und des Onlineversands profitiert, wodurch Umsätze und Beschäftigung deutlich gestiegen seien.

Das Bundesgesundheitsministerium sehe in den stark gestiegenen Cannabis-Importen vor allem eine Folge der Selbstzahler über telemedizinische Plattformen, die oft mit wenigen Klicks Rezepte ohne persönlichen Arztkontakt vermittelten. Branchenvertreter kritisierten hingegen, dass belastbare Daten zu Selbstzahlern fehlten und die erhöhte Nachfrage auch auf einen verbesserten Zugang zu medizinischem Cannabis zurückzuführen sein könnte. Die geplanten Einschränkungen könnten jedoch Patienten, vor allem in ländlichen Regionen, die Versorgung erschweren und sie womöglich zurück in den Schwarzmarkt drängen. Experten wiesen zudem darauf hin, dass Versandverbote die Betreuung und Versorgung von immobilen oder schwer kranken Patienten erschweren könnten. Einige Unternehmen würden auf kombinierte Modelle aus persönlichen und telemedizinischen Angeboten setzen, um den Zugang trotz neuer Regulierung sicherzustellen.



Versandverbot bei Medizinal-Cannabis könnte Patientenversorgung gefährden

07.08.2025 | Die geplante Gesetzesänderung des Medizinal-Cannabisgesetzes sieht ein Verbot des Versands von Cannabisblüten vor, was laut einer Analyse der Plattform Bloomwell die Versorgung von rund 50 Prozent der Cannabis-Patienten in Deutschland gefährden könnte, so berichtet apotheke-adhoc. In mehreren Bundesländern sollen spezialisierte Apotheken komplett fehlen oder seien nur sehr vereinzelt vorhanden, sodass viele Betroffene weite Wege in Kauf nehmen müssten. Besonders in ländlichen Regionen könne die nächste auf Cannabis spezialisierte Apotheke mehr als 100 Kilometer entfernt sein.

Die Analyse zeige ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Im Süden lägen die Patientenzahlen deutlich über dem Bundesdurchschnitt, etwa in Bayern und Baden-Württemberg, während sie in Ost- und Norddeutschland deutlich darunter lägen. Das Bundesgesundheitsministerium plane mit dem Entwurf eine stärkere Regulierung, die unter anderem einen persönlichen Arztkontakt bei Folgeverordnungen und den Ausschluss des Onlineversands vorsehe.

Kritiker wie Bloomwell-CEO Niklas Kouparanis sähen darin einen Verstoß gegen Versorgungszusagen und warnten, dass viele Patienten so zum illegalen Markt gedrängt würden. Die neue Regelung könne gerade für mobilitätseingeschränkte Patienten eine erhebliche Versorgungshürde darstellen.



Stellungnahmen zur Änderung des MedCanG eingereicht

07.08.2025 | Bis zum 1. August 2025 konnten Verbände und Institutionen ihre Einschätzungen zum Referentenentwurf des Medizinalcannabis-Gesetzes einreichen, so berichtet KrautInvest. Diese sollen nach der Sommerpause in den Ressortabstimmungen und Kabinettsberatungen berücksichtigt werden. Erst bei Einigkeit zwischen den Ministerien könnte ein angepasster Entwurf in den Bundesrat und anschließend in den Bundestag eingebracht werden, Verzögerungen durch inhaltliche Differenzen seien jedoch möglich. Unter den veröffentlichten Stellungnahmen fänden sich Beiträge des Branchenverbands Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW), des Bundes Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BdCan), der Bundesärztekammer, des Bundesverbands pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen (BPC), der Cantourage Group SE, des Paritätischen Gesamtverbands (DHS), des Deutschen Hanfverbands, des House of Pharma & Healthcare e.V., des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung und der Stadapharm GmbH.



Hanfverband kritisiert geplantes Versandverbot für Cannabisblüten

06.08.2025 | Der Deutsche Hanfverband hat in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes (MedCanG) deutliche Kritik am geplanten Verbot des Versandhandels mit Cannabisblüten geäußert, so berichtet apotheke-adhoc. Die vorgesehene Pflicht zum persönlichen Arztkontakt und zur Abgabe in stationären Apotheken sei ein „Rückschritt in vordigitale Zeiten“ und vor allem ein Erfolg der „Apothekerlobby“. Das Verbot würde vor allem telemedizinische Plattformen und spezialisierte Online-Apotheken treffen und Arbeitsplätze gefährden. Der Verband warne vor mehr Ärztehopping, erhöhter Schwarzmarktnachfrage und zusätzlichen Belastungen für mobilitätseingeschränkte sowie ländlich wohnende Patienten. Zudem kritisiere er, dass die Regelung nur für Blüten, nicht aber für hochkonzentrierte Extrakte gelten soll, und fordere die Einführung von Cannabis-Fachgeschäften sowie eine bessere Kostenübernahme durch Krankenkassen.



ABDA fordert Klarstellung zur Preisbindung von Medizinal-Cannabis

04.08.2025 | Die ABDA begrüßt das Vorhaben von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, den Vertrieb von Cannabisblüten stärker zu regulieren, und unterstützt die Einschränkung der Telemedizin sowie das Versandverbot, so berichtet die Pharmazeutische Zeitung. In ihrer Stellungnahme fordert die Standesvertretung eine deutliche Klarstellung, dass für Medizinal-Cannabis weiterhin eine einheitliche Preisbindung gelte, da es seinen Status als Arzneimittel behalten habe. Die ABDA sehe eine mögliche Lücke in der Arzneimittelpreisverordnung und schlage vor, diese gesetzlich zu schließen. Parallel würden Krankenkassen den Erstattungsanspruch für Cannabisblüten ausschließen wollen und stattdessen geprüfte Fertigarzneimittel favorisieren.



Canify AG erweitert Portfolio um zwei neue Blütenkategorien

05.08.2025 | Die Canify AG erweitert ihr Sortiment an getrockneten medizinischen Cannabisblüten um die Kategorien „Craft“ und „Ghostdrops“, so berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die „Craft“-Blüten stammten aus ausgewählten, erfahrenen Anbaubetrieben mit besonderem Fokus auf präzise Kultivierung und hochwertige Qualität. Zum Start sei das Kultivar “Pink Slurricane“ aus Kanada erhältlich, weitere Sorten wie “Peppermint Kush” sollten folgen.

Die „Ghostdrops“-Linie umfasse limitierte, wechselnde Sorten in Kooperation mit der kanadischen Marke Ghost Drops, darunter Ice Cream Cake, Super Squishee und Blue Slushie. Beide Kategorien böten differenzierte Terpen- und Cannabinoidprofile für individuell angepasste Therapien.

Mit diesen neuen Kategorien schaffe Canify mehr Orientierung für Apotheken und Ärzte und ergänze das bestehende Portfolio. Die Produkte würden hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllen, die oft über europäische Arzneimittelrichtlinien hinausgingen.



Genussmittelregulierung

Hanfparade fordert vollständige Cannabis-Freigabe

09.08.2024 | Mehrere hundert Teilnehmer der Hanfparade sind in Berlin für eine umfassende Legalisierung von Cannabis auf die Straße gegangen, so berichtet rbb24. Die Veranstalter und Unterstützer kritisierten die seit April 2024 geltende Teillegalisierung als zu restriktiv und bürokratisch. Der Deutsche Hanfverband argumentiere, Eigenanbau und Anbauvereine seien nicht für alle Konsumenten geeignet, und forderte den Verkauf von Cannabis an Erwachsene in Fachgeschäften zu angemessenen Preisen. 



Industriehanf

USA: Hanf-Batterie-Start-up mit Milliardenvision in Wisconsin offenbar gescheitert

06.08.2025 | Das Projekt von Wisconsin Battery Co., mit Hanffasern umweltfreundliche Batterien zu entwickeln und damit Tausende Arbeitsplätze zu schaffen, ist nach mehr als zwei Jahren Planung und öffentlicher Unterstützung offenbar gescheitert, so berichtet HempToday. Die Firma, die 2023 mit dem Ziel angetreten sei, Hanf-Batterien für Hörgeräte bis hin zu Elektrofahrzeugen zu produzieren, habe nach Ablehnung eines wichtigen Förderantrags beim US-Energieministerium an Dynamik verloren.

Trotz weiterer Versuche, private und staatliche Finanzierung zu erhalten, sei die Umsetzung ausgeblieben, und die für Produktionsstandorte vorgesehenen Gebäude stünden weiterhin leer. CEO Jeff Greene habe zudem seinen Titel bei Wisconsin Battery aus sozialen Netzwerken entfernt.

Die Gesellschaft gehöre zur Sustainable Communities Corp., deren Geschäftsführer Michael Sauvante mit früheren gescheiterten Unternehmungen und Vorwürfen von Investorenbetrug in Verbindung gebracht werde. Lokale Behörden und Wirtschaftsförderer zeigten sich enttäuscht und warnten vor voreiligen Hoffnungen, da die Firma seit Anfang 2025 keine nennenswerten Aktivitäten gezeigt habe. 



Fachbereichsübergreifend

Start-Up-Pitches und Medizinalcannabis im Fokus: Weitere BvCW-Fachkonferenzpanels online

Im Rahmen der Mary Jane Berlin 2025 veranstaltete der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) am 20. und 21. Juni Fachkonferenzpanels, die Aufzeichnungen von zwei weiteren Panels wurden nun veröffentlicht. Unter dem Titel Start-Up Pitches – Wie gut ist meine Geschäftsidee?“ diskutierten Antje Feißt und Finn Hänsel (Sanity Group), Ben Patock (Boveda) und Lisa Haag (MJ Universe) drei konkrete Geschäftsideen und deren Marktpotenziale in der Cannabiswirtschaft. 

Am Folgetag beleuchtete das Panel Medizinalcannabis als Lösung – worin liegen die aktuellen Herausforderungen“ unter Mitwirkung von Dr. Armin Prasch (Trias Pharma), Kathrin Zabel (Comm together public affairs), Franziska Katterbach (Kanzlei Oppenhoff), Marcus Reussmann (Aurora Deutschland) und Sven Dankers (HT Ventures) aktuelle Hürden und Lösungsansätze im Bereich Medizinalcannabis.

 

 

Internationales

Trump kündigt Entscheidung zu Cannabis-Neueinstufung in den kommenden Wochen an

11.08.2025 | US-Präsident Donald Trump erklärte bei einer Pressekonferenz, seine Regierung prüfe derzeit, Cannabis im Controlled Substances Act von Stufe I auf Stufe III herabzustufen, so berichtet marijuanamoments.. Eine Entscheidung solle in den nächsten Wochen fallen. Trump betonte, das Thema sei „sehr kompliziert“, verwies auf unterschiedliche gesellschaftliche Haltungen und hob an, dass es positive Berichte über medizinische Anwendungen, aber auch negative Stimmen zu anderen Konsumformen gebe. Innerhalb der Administration gebe es laut CNN unterschiedliche Auffassungen, während politische Unterstützer und ein mit Trumps Wahlkampforganisation verbundenes Komitee öffentlich für die Reform werben würden. Die DEA unter ihrem neuen Leiter Terrence Cole habe Rescheduling bislang nicht als strategische Priorität benannt, obwohl Cole es zuvor angekündigt habe.



Japan gründet landesweiten Dachverband für Cannabinoid-Branche

06.08.2025 | Acht führende Branchenverbände Japans haben sich erstmals zur „Japan Cannabinoid Federation“ (JCF) zusammengeschlossen, so berichtet die PRTimes und Takuya Aiuchi. Ziel sei es, den Cannabinoidmarkt durch einheitliche Standards, klare Regeln und enge Zusammenarbeit mit Behörden sicherer und vertrauenswürdiger zu gestalten. Neben der Prävention gesundheitlicher Risiken soll die JCF die Branche nachhaltig entwickeln, transparente Informationen bereitstellen und für neue synthetische Cannabinoide eigene Richtlinien empfehlen. Vorsitzender sei Sudo Akimichi vom National Cannabis Commerce & Industry Council, unterstützt von führenden CBD- und Hanf-Organisationen.



Canopy Growth benennt Miles Worne zum Managing Director für Europa

07.31.2025 | Canopy Growth, derzeit mit rund 215 Millionen US-Dollar bewertet, hat Miles Worne ab dem 11. August 2025 zum Managing Director European Markets ernannt, so berichtet investing. Canopy Growth setze mit der Ernennung von Worne, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Cannabis, Healthcare und Konsumgütern verfügt, verstärkt auf Wachstum in den etablierten europäischen Medizinalcannabismärkten. Worne, ehemals Präsident von Curaleaf International Europa, solle die kommerziellen Aktivitäten vorantreiben und die Expansion vorbereiten. Das Unternehmen kämpfe aktuell mit einem negativen EBITDA von 14,8 Millionen US-Dollar und einem Umsatzrückgang von 9,5 Prozent. Trotz ausreichender kurzfristiger Liquidität weise die Bilanz Schwächen auf, etwa eine negative Eigenkapitalrendite von 54 Prozent. Canopy Growth produziere in Deutschland unter den Marken Tweed, 7ACRES und Deep Space und plane, bis März 2026 Schulden von 50 Millionen US-Dollar durch vorzeitige Rückzahlungen zu reduzieren, um Zinskosten jährlich um rund 6,5 Millionen US-Dollar zu senken.



UK: Medizinalcannabis-Markt soll bis 2029 über eine halbe Milliarde Pfund erreichen

31.07.2025 | Der britische Markt für medizinisches Cannabis wird laut der Analysefirma Prohibition Partners von derzeit rund 258 Millionen Pfund auf voraussichtlich 558 Millionen Pfund in vier Jahren wachsen, so berichtet leafie. Die Zahl der Patienten, die vor allem über private Praxen behandelt werden, soll bis Ende 2025 von 50.000–60.000 auf etwa 80.000 steigen. Getrocknete Blüten sollen mit rund 70 Prozent das Angebot dominieren, ergänzt durch Öle, Extrakte und weitere Produkte. Digitale Zugangswege und Telemedizin fördere das Wachstum, wobei die Nachfrage nach Privatverordnungen voraussichtlich in den kommenden Jahren verdoppelt werde. Großbritannien gelte aktuell als zweitgrößter Markt Europas hinter Deutschland, wo die Reform des Medizinalcannabisgesetzes im April 2024 das Marktwachstum weiter beschleunigt. Insgesamt werde der europäische Markt bis 2029 auf rund 2,9 Milliarden Euro geschätzt.



Kanada: Höheres Demenzrisiko durch Cannabiskonsum im Alter

Kanadische Wissenschaftler berichten, dass ältere Erwachsene über 45 Jahre, die wegen Cannabisintoxikationen behandelt wurden, später häufiger an Demenz erkranken, so das Ärzteblatt. Die Zahl der Klinikeinweisungen aufgrund von THC-Intoxikationen stieg von 353 im Jahr 2008 auf 2.508 im Jahr 2021, bei Personen über 65 sogar um das 26,7-Fache.

Eine Auswertung von Daten aus Ontario mit sechs Millionen Versicherten zeige, dass nach einer Behandlung wegen Cannabisintoxikation das Demenzrisiko im Vergleich zu anderen Akutpatienten um das 1,5-Fache und gegenüber der Allgemeinbevölkerung um das 3,9-Fache erhöht war. Nach Anpassung an soziodemografische Faktoren und chronische Erkrankungen blieb das Risiko signifikant erhöht, wenn auch abgeschwächt.



Verwandte Branchen

Pantazis (SPD): Alkoholverkauf erst ab 18 Jahren

05.08.2025 | Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christos Pantazis, forderte, das Mindestalter für den Kauf von Bier und Wein von derzeit 16 auf 18 Jahre anzuheben, so berichtet die Welt. Er begründete dies mit den gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums im Jugendalter. Eine solche Altersgrenze müsse jedoch Teil einer umfassenden und glaubwürdigen Präventionsstrategie sein.

Termine

15.-17.08.2025 - CannaFestival in Freiburg, Veranstalter: Primaflos GmbH

04.-05.09.2025 - Cannabis Business Europe in Frankfurt, Veranstalter: World Class Business LeadersInstitute

09.09.2025 - Hanf Tag am Haus Düsse in Bad Sassendorf, Veranstalter: Landwirtschaftskammer NRW

16.-18.09.2025 - Expopharm in Düsseldorf, Veranstalter:  Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH 

18.-20.09.2025 -  CB Expo in Dortmund, Veranstalter: CB Company GmbH 

03.-05.10.2025 - Cultiva Hanfexpo in Wien, Veranstalter: Cultiva Hemp Expo GmbH

21.-23.11.2025 - CaNoKo Cannabis Normal Konferenz in Berlin, Veranstalter: Deutscher Hanfverband

Stellenangebote

Rechnungswesen (Minijob/Honorarbasis): CS Cannabis Service GmbH (Remote)

Content Marketing (Minijob): 420MRKT (Remote) 

Assistenz der Geschäftsführung: Cansativa (Mörfelden-Walldorf)

Ausbildung zur Kauffrau/ zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel / u. a. m.: Cannamedical (Köln)

Auszubildende/n als Chemielaborant/in / u. a. m.: QSI (Karlsruhe)

Lagerist*in & Produktionsunterstützung / u. a. m.: Canify (Leipheim)

Accounting Manager /u. a. m.: enua Pharma GmbH  (Aachen)

Buchhalter:in / Accountant / u. a. m.: Aurora (Berlin)

Head of Sales Strategy / u. a. m.: Demecan (Berlin)

Vertrieb Hanfprodukte / u. a. m.: Signature Products (Pforzheim)

Finance Manager & Controller / u. a. m.: Bloomwell  (Frankfurt)

Pharmazeutisch-technischer Assistent / u. a. m.: Grünhorn (Leipzig)

Pflegefachperson Psychiatrie 60–80% - Mitarbeit in Pilotprojekten mit Cannabis: ISGF Schweizer Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (Allschwil und Liestal)

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